Finanzhaus Meyer AG

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Band A
 
   
   
Band B
 
   

Baumängel
Baunebenkosten

Bauordnung
Bauspardarlehen
Bausparförderung

Bausparguthaben  
Bausparsumme

Bauvoranfrage
Bauwich
Bauzeichnung
Bebauungsplan
Beleihungsgrenze
Beleihungswert
Bereitstellungszinsen
Berlinförderung
Bewertungszahl
Bewirtschaftungskosten
Bonität
Bruchteilsgemeinschaft
Bürgschaft

 

 

Abbruchkosten

Zu den Abbruchkosten gehören neben den Aufwendungen für den eigentlichen Abbruch auch die Kosten für die Beseitigung des Bauschutts und die eventuell zu zahlende Gebühr für die Abbruchgenehmigung. Wird ein Gebäude in Abbruchabsicht erworben, werden die Abbruchkosten den Herstellungskosten dann zugerechnet, wenn der Abbruch mit der Herstellung eines neuen Gebäudes in engem wirtschaftlichen Zusammenhang steht. Bei Nichtbebauung tritt keine steuerliche Entlastung ein. Bei Abbruch eines Gebäudes, das o h n e Abbruchabsicht erworben worden ist, sind Abbruchkosten und Restwert als Werbungskosten abzugsfähig. Ein Erwerb ohne Abbruchabsicht wird i.d.R. angenommen, wenn der Abbruch nach Ablauf von drei Jahren seit Abschluß des Kaufvertrages erfolgt. Abbruchkosten, die nach Abschn. 33 a Abs. 5 EStR als Werbungskosten berücksichtigt werden könnten, kommen bei Wohnungen, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden, als Vorkosten i. S. des § 10 e Abs. 6 EStG in Betracht.   

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Abgeschlossenheit ETW

Das Erfordernis der Abgeschlossenheit ergibt sich aus § 3 Abs. 2 WEG. Danach soll Sondereigentum nur eingeräumt werden, wenn die Wohnungen oder sonstigen Räume in sich abgeschlossen sind.
Dem Grundbuchamt ist zur Anlegung von Wohnungs- bzw. Teileigentumsgrundbüchern die Abgeschlossenheit durch eine Bescheinigung der Bauaufsichtsbehörde nachzuweisen. Baubehörde im Sinne dieser Bestimmung ist die nach Landesrecht zur Erteilung von Baugenehmigungen zuständige Behörde.
Durch das Vorliegen einer Abgeschlossenheitsbescheinigung ist das Grundbuchamt von der Notwendigkeit enthoben, nachzuprüfen, ob die Voraussetzungen der Abgeschlossenheit auch tatsächlich vorliegen. Es kann und darf aber auch unabhängig von der Baubehörde selbständig ermitteln.
Liegt die Bescheinigung nicht vor und wird sonst festgestellt, daß das Erfordernis der Abgeschlossenheit nicht erfüllt ist, trägt das Grundbuchamt das Sondereigentum nicht ein.
Wurde das Abgeschlossenheitserfordernis nicht beachtet oder eine insoweit unzutreffende Bescheinigung ausgestellt, so entsteht das Sondereigentum trotzdem wirksam. Darin liegt für die Grundpfandrechtsgläubiger eine gewisse Gefahr. Im Falle einer Verwertung wirkt sich die fehlende Abgeschlossenheit mindernd auf den festzusetzenden Verkehrswert aus.    

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Abgeschlossenheitsbescheinigung

Jede Eigentumswohnung erhält ein eigenes Grundbuchblatt. Dazu ist notwendig, daß neben dem Aufteilungsplan eine Abgeschlossenheitsbescheinigung vorliegt. Nach § 3 Abs. 2 WEG soll Sondereigentum nur eingeräumt werden, wenn die Wohnungen oder sonstigen Räume in sich abgeschlossen sind, z. B. durch Wände und Decken, die den Anforderungen der Bauaufsichtsbehörde an Wohnungstrennwänden und Wohnungsdecken entsprechen und einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, von einem Treppenhaus oder einem Vorraum haben. Zu abgeschlossenen Wohnungen können zusätzliche Räume außerhalb des Wohnungsabschlusses gehören (z.B. Mansarden). Die Erfüllung dieser Bedingungen ist dem Grundbuchamt vom Bauherren durch eine Bescheinigung der Baubehörde nachzuweisen.    

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Abschlußgebühr

Bei Abschluß eines Bausparvertrages wird eine Abschlußgebühr erhoben. Sie beträgt zwischen 1% und 1,8% der Bausparsumme. Bei Verzicht auf das Bauspardarlehen wird die Abschlußgebühr von einigen Bausparkassen erstattet. Abschlußgebühren sind, ebenso wie Sparbeiträge, WOP-begünstigt oder als Sonderausgabe in bestimmtem Umfang abzugsfähig.    

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Abschreibung

Abschreibung - auch Absetzung für Abnutzung (AfA) genannt - bedeutet die Verteilung der Herstellungs- oder Anschaffungskosten eines abnutzbaren Wirtschaftsgutes auf die voraussichtliche oder vom Gesetz vorgeschriebene Nutzungsdauer. Durch die AfA wird der Buchwert eines Vermögensgegenstandes gemindert. Jedes Gebäude, sofern es der Erzielung von Einkünften dient, ist ein abnutzbares Wirtschaftsgut, für das gemäß § 7 EStG Abschreibungen vorzunehmen sind. Aufwendungen für die Herstellung oder Anschaffung eines Gebäudes, das vermietet wird, stellen Werbungskosten im Sinne des § 9 EStG dar. Die Herstellungskosten bzw. die Anschaffungskosten eines Gebäudes können jedoch nicht in einem Betrag abgesetzt werden, sondern sind, auf die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilt, in Raten abzugsfähig. Bei einem Gebäude geht der Gesetzgeber i.d.R. von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren aus.
Während Gebäude bzw. Gebäudeteile und die dazugehörigen Außenanlagen einem Werteverzehr unterliegen und folglich abgeschrieben werden, ist eine AfA für Grund und Boden nicht möglich, weil letztere kein abnutzbares Wirtschaftsgut sind.
(lineare Abschreibung, degressive Abschreibung, Sonderabschreibung)  

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Agio

Agio stellt im Gegensatz zum Disagio ein Aufgeld zu dem zu 100 % ausgezahlten Darlehen dar und ist - falls es mitfinanziert wird - zuzüglich zum Darlehen zu verzinsen und zu tilgen. Ein Agio wird üblicherweise bei Bausparkassen als Darlehen-Bearbeitungsgebühr erhoben und ist, wenn diese gesondert entrichtet wird, unter bestimmten Voraussetzungen als Geldbeschaffungskosten steuerlich absetzbar.   

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Anbau

(Erweiterung, Ausbau, Umbau)

Unter Erweiterung eines bestehenden Gebäudes ist das Schaffen von Wohnraum durch Aufstockung des Gebäudes oder durch Anbau an das Gebäude zu verstehen. Als Wohnungsbau durch Ausbau gilt auch der unter wesentlichen Bauaufwand durchgeführte Umbau von Wohnräumen, die nicht mehr für Wohnzwecke geeignet sind, zur Anpassung an veränderte Wohngewohnheiten.
Für die Herstellung von Ausbauten, Erweiterungen kann die Eigenheimzulage i.S. des Eigenheimzulagengesetzes vom 15. Dezember 1995 (BGBl. I S. 1783) in Anspruch genommen werden, wenn sowohl der Ausbau oder die Erweiterung, als auch die Wohnung, an der die Maßnahme durchgeführt worden ist, zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden.    

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Angehörige

Nach § 15 der Abgabenordnung (AO) sind Angehörige

1.    der Verlobte,
2.    der Ehegatte,
3.    Verwandte und Verschwägerte gerader Linie,
4.    Geschwister,
5.    Kinder der Geschwister,
6.    Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten,
7.    Geschwister der Eltern,
8.    Personen, die durch ein auf längere Dauer angelegtes Pflegeverhältnis mit
häuslicher Gemeinschaft wie Eltern und Kind miteinander verbunden sind (Pflegeeltern und Pflegekinder).   

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Ankaufsrechte

Das Ankaufs- oder Optionsrecht ist im BGB nicht besonders geregelt. Es hat sich unter Ausnutzung der im Schuldrecht geltenden Vertragsfreiheiten entwickelt und wird von Rechtsprechung und Literatur anerkannt. Ein gesetzliches Ankaufsrecht enthält § 9 RSG.
Durch das schuldrechtliche Ankaufsrecht erlangt der Interessent (Käufer) das Recht, bei Eintritt der vereinbarten Voraussetzungen das angebotene Grundstück zu erwerben. Im Gegensatz zum Vorkaufsrecht hängt die Ausübung des Ankaufsrechts nicht vom Abschluß eines Kaufvertrages mit einem Dritten ab, sondern von den Umständen, die sich aus den unmittelbaren Beziehungen zwischen den Parteien der Ankaufsvereinbarung ergeben. Das Ankaufsrecht kann begründet werden durch ein einseitiges Vertragsangebot des Grundstückseigentümers vormerkungsfähig -, einen durch spätere Ausübungserklärung aufschiebend bedingten Kaufvertrag - vormerkungsfähig-, einen Vorvertrag auf Abschluß eines Kaufvertrages, aus dem für eine Seite ein Recht auf ein Vertragsangebot der anderen Seite mit sich bereits aus dem Vorvertrag ergebenden bestimmten oder bestimmbaren Inhalt erwächst - nicht vormerkungsfähig. Die Gewährung eines Ankaufsrechts bedarf wegen § 313 BGB notarieller Beurkundung. Zur Sicherung des künftigen Anspruchs (s.o.) kann zugunsten des Berechtigten eine Auflassungsvormerkung in das Grundbuch eingetragen werden.
Ankaufsrechte sind aus der täglichen Praxis des Grundstücksgeschäftes nicht mehr wegzudenken; sie werden häufig auch im Rahmen von Sanierungskonzepten mit Kreditinstituten zur Vermeidung von Zwangsversteigerungen vereinbart.
Bei diesen Ankaufsrechten wird der Interessent (Kreditinstitut) meistens dazu ermächtigt, seine Rechtsstellung weiter zu übertragen oder es werden sonstige zusätzliche Einwirkungsmöglichkeiten auf das Grundstück eingeräumt. Die damit verbundenen Probleme zur Grunderwerbssteuer (§ 1 Abs. 1 Ziff. 6 und Abs. 2 GrEstG ) sind besonders zu beachten. Ob ein Ankaufsrecht allgemein unbefristet begründet werden kann, ist streitig; für das Beispiel "Sanierungskonzept" muß man dies wohl wegen § 138 BGB ablehnen. Das befristete Ankaufsrecht erlischt durch Zeitablauf oder Verzicht, der formlos erklärt werden kann. Wird das befristete Angebot verlängert, bedeutet das auch eine Änderung des vorgemerkten Anspruchs und ist entsprechend bei der Vormerkung im Grundbuch einzutragen. Zu dieser Änderung des vorgemerkten Anspruchs ist die Zustimmung nachrangiger Gläubiger einzuholen.   

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Annuität

Annuität ist die Summe, die jährlich zur Tilgung und zur Verzinsung einer Kapitalschuld zu zahlen ist. Innerhalb der in der Höhe immer gleichbleibenden Annuität steigt im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil, da der Zins nur auf die schrumpfende Restschuld zu zahlen ist.
Beispiel: Eine Schuld von 100.000 DM ist mit einer Annuität von 15.000 DM zu verzinsen und zu tilgen. Beträgt der Zinssatz beispielsweise 10 %, so setzt sich die Annuität im ersten Jahr aus 10.000 DM Zinsen und 5.000 DM Tilgung zusammen. Im zweiten Jahr sind nur noch für 95.000 DM Restschuld Zinsen zu zahlen, also 9.500 DM. Der Tilgungsanteil steigt damit auf 5.500 DM. Im dritten Jahr beläuft sich die Restschuld auf 89.500 DM, der Zins auf 8.950 DM. Nunmehr werden schon 6.050 DM getilgt (Annuität minus Zinsanteil gleich Tilgung).         

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Anschaffungskosten

Anschaffungskosten sind alle Kosten, die für den Erwerb des bebauten Grundstücks aufgewendet werden müssen. Dazu gehören sowohl der Kaufpreis für Gebäude / Grund und Boden als auch die Erwerbsnebenkosten, wie Grunderwerbssteuer, Notar- und Gerichtsgebühren - soweit sie mit dem Eigentumsübergang zu tun haben -, Maklercourtage, Kosten für die Begutachtung des Gebäudes, soweit das Gutachten nicht vorrangig für Finanzierungszwecke benötigt wird. Da AfA auf Anschaffungskosten für Grund und Boden nicht möglich ist, sind der Kaufpreis und die Anschaffungsnebenkosten nach dem Verhältnis der Verkehrswerte auf den Grund und Boden und das Gebäude aufzuteilen.Bei der Anschaffung selbstgenutzten Wohneigentums werden in den Fördergrundbetrag der Eigenheimzulage neben den Gebäudeaufwendungen auch die Anschaffungskosten für Grund und Boden, zzgl. der darauf entfallenden Erwerbsnebenkosten, einbezogen.   

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anschaffungsnahe Aufwendungen

Aufwendungen für umfassende Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Anschaffung eines Gebäudes entstehen, sind nicht als Erhaltungsaufwand sofort abzugsfähig, sondern in die Bemessungsgrundlage für die Absetzung einzubeziehen, wenn sie im Vergleich zum Kaufpreis hoch sind und durch die Aufwendungen das Wesen des Gebäudes verändert, Nutzungswert oder -dauer bedeutend erhöht bzw. verlängert werden. Diese Voraussetzungen liegen namentlich dann vor, wenn zurückgestellte Instandhaltungsarbeiten nachgeholt werden.   

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anteilige Grundstückskosten

Da AfA auf Anschaffungskosten für Grund und Boden nicht möglich ist, sind der Kaufpreis für das bebaute Grundstück und die Anschaffungsnebenkosten nach dem Verhältnis der Verkehrswerte auf den Grund und Boden und das Gebäude aufzuteilen.
Bei der Anschaffung selbstgenutzten Wohneigentums werden in den Fördergrundbetrag der Eigenheimzulage neben den Gebäudeaufwendungen auch die Anschaffungskosten für Grund und Boden, zzgl. der darauf entfallenden Erwerbsnebenkosten, einbezogen.   

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Arbeitgeberdarlehen

Hat ein Arbeitgeber vor dem 1.1.1989 ein unverzinsliches oder zinsverbilligtes Darlehen zur Errichtung oder zum Erwerb einer selbstgenutzten Wohnung gewährt, gehört ab 1987 die Zinsersparnis bis zu 2.000 DM pro Jahr nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn (§ 3 Ziffer 68 EStG).Eine Zinsersparnis wird angenommen, soweit der Zinssatz 4 v.H. unterschreitet. Mit der Steuerreform 1990 wurde die Vorschrift des § 3 Ziffer 68 EStG aufgehoben. Aufgrund einer Übergangsregelung gem. § 52 Abs. 2 j kann jedoch die Zinsersparnis für Darlehen, die der Arbeitnehmer vor dem 1.1.1989 aufgenommen hat, noch bis zum Jahr 2000 steuerfrei bleiben.   

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Arbeitnehmer-Sparzulage

Der Staat gewährt für vermögenswirksame Leistungen im Rahmen des fünften Vermögensbildungsgesetzes eine Arbeitnehmer-Sparzulage. Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer in den vom Gesetz genannten Anlage- und Vertragsformen anlegt. Die Gewährung der Sparzulage ist an Einkommensgrenzen gebunden, d.h. sie muß jährlich nachträglich beim Wohnsitzfinanzamt beantragt werden und wird dann vom Finanzamt an den Sparer ausgezahlt. Außerdem ist sie an bestimmte Anlageformen gekoppelt, von denen auch die Höhe der Zulage abhängt. 

Gefördert werden :

- Anlagen in Vermögensbeteiligungen (z.B. Anteile an Aktienfonds), die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt 20% vom Anlagebetrag,
- Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus (z.B. Beiträge für einen Bausparvertrag, falls die Bausparsumme für entsprechende Maßnahmen verwendet wird), die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt 10% vom Anlagebetrag.

Der Anlagehöchstbetrag ist in beiden Fällen 936,-DM je Kalenderjahr.   

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Arbeitszimmer

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können unter bestimmten Bedingungen als Werbungskosten anerkannt werden. Wichtigste Voraussetzung ist, daß das Arbeitszimmer ausschließlich beruflich genutzt wird. Bei Arbeitnehmern können die durch das häusliche Arbeitszimmer bedingten Kosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit; bei Freiberuflern und Gewerbetreibenden als Betriebsausgaben abgezogen werden. Zu den abzugsfähigen Kosten zählen die Raumkosten und die Aufwendungen für Einrichtung und Ausstattung des Raumes.   

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Auffüllkredit

Kredit zur Einzahlung eines für die Zuteilung erforderlichen Bausparguthabens; die Zinsen dafür sind im Rahmen einer Baumaßnahme, die der Erzielung von Einkünften dient, Werbungskosten, dsgl. eine evtl. anfallende einmalige Gebühr.
Bei Baumaßnahmen zur Schaffung selbstgenutzten Wohneigentums sind diese Kosten nur im Rahmen des erweiterten Schuldzinsenabzugs nach § 10 e Abs. 6a bzw. als Kosten vor Einzug nach § 10 e Abs. 6 steuerlich absetzbar.   

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Auflassung

Nach § 925 BGB ist "Auflassung" die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück erforderliche Einigung zwischen dem Verkäufer und dem Käufer eines Grundstücks. Sei muß bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Parteien vor einem Notar erklärt werden. Die Beteiligten können sich durch Bevollmächtigte vertreten lassen. Es ist für den Käufer i.d.R. kostengünstiger, wenn die Auflassung gleichzeitig mit dem Kaufvertrag protokolliert wird.   

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Auflassungsvormerkung

Zur Umschreibung des Grundstücks im Grundbuch sind i. d. R. behördliche Bescheinigungen und Erklärungen erforderlich, deren Beibringung oft mehrere Wochen beansprucht. Erst dann, wenn der Erwerb im Grundbuch eingetragen ist, wird der Käufer Eigentümer. Zwischen Kaufvertrag und Grundbucheintragung liegt für den Käufer ein gewisses Risiko, denn der Verkäufer kann in dieser Zeit das Grundstück nochmals verkaufen oder neu belasten.
Deshalb ist es zweckmäßig, zur Sicherung der Ansprüche des Erwerbers im notariellen Kaufvertrag eine Auflassungsvormerkung zu beantragen und diese im Grundbuch eintragen zu lassen. Dadurch wirken weitere Grundbucheintragungen, die für den Erwerber nachteilig sein können, nicht gegen den Vormerkungsberechtigten (§ 883 BGB).   

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Aufteilungsplan

Der Aufteilungsplan ist eine von der Baubehörde mit Unterschrift und Siegel oder Stempel versehene Bauzeichnung, aus der die Aufteilung des Gebäudes sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und der im gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile ersichtlich ist (vergleiche § 7 Abs. 4 WEG). Mit der genauen Bezeichnung, die der Aufteilungsplan enthält, sollen Verwechslungen und Irrtümer ausgeschlossen werden.
Der Aufteilungsplan ist der Eintragungsbewilligung von Sondereigentumsrechten als Anlage beizufügen.   

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Aufwendungsdarlehen

Aufwendungsdarlehen sind eine Form von Finanzierungshilfen der Länder zur Förderung des Wohnungsbaus, die zur Entlastung des Bauherrn bei der Deckung laufender Aufwendungen (z.B. Kapitaldienst, Betriebskosten) gewährt werden. Sie sind i.d.R. an bestimmte Voraussetzungen wie Einkommensgrenzen oder Wohnflächengrenzen gebunden und werden je nach Bundesland in unterschiedlicher Höhe gewährt, meist bezogen auf den Quadratmeter der geförderten Wohnfläche. Aufwendungsdarlehen werden in der Regel 16 Jahre lang Zins- und tilgungsfrei gewährt und sind dann vom 17. Jahr an zu verzinsen und zu tilgen.

(Aufwendungshilfen, Aufwendungszuschüsse)   

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Aufwendungshilfen

Aufwendungshilfen sind Finanzierungshilfen der Länder zur Förderung des Wohnungsbaus, die zur Entlastung des Bauherrn bei der Deckung laufender Aufwendungen (z.B. Kapitaldienst, Betriebskosten) gewährt werden. Sie sind i.d.R. an bestimmte Voraussetzungen wie Einkommensgrenzen oder Wohnflächengrenzen gebunden und werden je nach Bundesland in unterschiedlicher Höhe gewährt, meist bezogen auf den Quadratmeter der geförderten Wohnfläche.
Die Gewährung erfolgt auf die Dauer von 16 Jahren, wobei sich die Aufwendungshilfe i.d.R. schrittweise innerhalb der Laufzeit abbaut. Aufwendungshilfen können in Form von Darlehen (Aufwendungsdarlehen) oder Zuschüssen (Aufwendungszuschüsse, Zinszuschüsse) ausgereicht werden.   

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Aufwendungszuschüsse

Aufwendungszuschüsse sind eine Form von Finanzierungshilfen der Länder zur Förderung des Wohnungsbaus, die zur Entlastung des Bauherrn bei der Deckung laufender Aufwendungen (z.B. Kapitaldienst, Betriebskosten) gewährt werden. 
Sie sind i.d.R. an bestimmte Voraussetzungen wie Einkommensgrenzen oder Wohnflächengrenzen gebunden und werden je nach Bundesland in unterschiedlicher Höhe, befristet und meist degressiv gestaffelt, gewährt, vornehmlich bezogen auf den Quadratmeter der geförderten Wohnfläche. Im Gegensatz zu den Aufwendungsdarlehen sind Aufwendungszuschüsse nicht rückzahlbare Beihilfen.

(Aufwendungshilfen, Aufwendungsdarlehen)   

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Ausbau

Siehe hierzu Anbau   

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Außenanlagen

Zu den Außenanlagen gehören u.a. Entwässerungs- und Versorgungsanlagen vom Hausanschluß bis an das öffentliche Netz, Höfe, Wege, Einfriedungen, nicht öffentliche Spielplätze, Freitreppen, Teppichklopfstangen. Kosten für Außenanlagen und gärtnerische Gestaltung der Grundstücksfläche können steuerlich sehr unterschiedlich zu behandeln sein. Es kann sich um Herstellungskosten, Aufwendungen für ein eigenes Wirtschaftsgut, sofort abzugsfähige Werbungskosten aber auch um steuerlich nicht zu berücksichtigende Aufwendungen der privaten Lebenssphäre handeln.   

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Avalgebühr

Die Avalgebühr, auch Bürgschaftsgebühr genannt, wird für das zusätzliche Risiko des verbürgten Darlehensteils berechnet. Um diese Gebühr (i.d.R. 0,5%) wird der Zinssatz für den verbürgten Darlehensteil erhöht.   

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Avalkredit

Das Wesen des Aval- oder Bürgschaftskredits besteht darin, daß die Bank dem Kunden nicht Geld, sondern ihren Namen und den dadurch verkörperten Kredit zur Verfügung stellt. Die Bank übernimmt praktisch im Auftrag und für den Kunden Bürgschaften, Garantien oder sonstige Haftungen gegenüber Dritten. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Kreditleihgeschäft. Das bedeutet, daß die Bank ihrem Kunden dadurch Kredit verschafft, indem sie ihren eigenen Kredit zur Verfügung stellt.   

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Bankvorausdarlehen

Ein Vorzug des Bankvorausdarlehens besteht darin, dem Kunden sofortige Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Bank oder Bausparkasse gewährt ein Vorausdarlehen, für das zunächst nur Zinsen zu zahlen sind. Gleichzeitig wird ein Bausparvertrag in Darlehenshöhe abgeschlossen, der mindestens mit dem Regelsparbeitrag bespart wird. Getilgt wird das Bankvorausdarlehen nach Zuteilung des Bausparvertrages. (Laufzeit i.d.R. 8 bis 10 Jahre)
Zur Senkung der Anfangsbelastung können auch zwei Bausparkonten, z.B. über je 50 % der Summe des Vorausdarlehens, hintereinander geschaltet werden. Bei dieser Variante werden beide Bausparkonten eröffnet, es wird zunächst aber nur das erste Konto angespart. Nach Zuteilung des ersten Bausparvertrages und der damit verbundenen Teilablösung des Vorausdarlehens wird das zweite Bausparkonto in gleicher Weise bespart und nach Zuteilung das restliche Vorausdarlehen abgelöst.

Auch eine Hintereinanderschaltung von drei Bausparverträgen ist möglich.                                                                                                                         

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Barwert

Unter Barwert ist der augenblickliche Tageswert eines in Zukunft fälligen Kapitals, unter Berücksichtigung der noch anfallenden Zinsen und Zinseszinsen. Der Barwert wird durch Abzinsung ermittelt.   

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Bauantrag

Der Bauantrag ist ein Baugesuch. Mit diesem wird beim zuständigen Bauamt eine Baugenehmigung eingeholt. Er wird mittels Formblatt eingereicht. Folgende Unterlagen sind u.a. einzureichen:

- Lageplan und Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitte und Ansichten)
- Entwässerungspläne, Statische Berechnungen,
- Baubeschreibung, Berechnung des umbauten Raumes, Berechnung der Wohn- und Nutzflächen, Nachweis für Wärme- und Schallschutz.

Der Bauantrag ist vom Bauherrn und evtl. vom Architekten zu unterzeichnen.      

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Baubeschreibung

Nähere Beschreibung des geplanten Bauvorhabens in seiner Art und Ausführung. Eine Baubeschreibung ist dem Bauantrag beizufügen.
Wichtig ist, daß die einzelnen Positionen genau beschrieben werden. Es darf z.B. nicht heißen: "Bad wird verfliest", sondern: "Steingut-Wandplatten rot, rundum, 1,65 m hoch".
Mündliche Erläuterungen und Zusicherungen genügen nicht. Bei Zweifelsfragen muß vor Baubeginn eine Klärung herbeigeführt werden; diese ist schriftlich zu fixieren.                                                                                                       

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Baudarlehen

Darunter versteht man einen von Banken, Sparkassen, Bausparkassen, Versicherungen usw. gewährten Kredit zur Finanzierung eines Bauvorhabens. Das Baudarlehen ist im wesentlichen durch den Grundstückswert und den geschätzten Wert des Bauvorhabens abgesichert. Baudarlehen können in verschiedenen Formen gewährt werden. Ihre Höhe hängt u. a. vom Beleihungswert des Grundstücks, der Bonität und Belastbarkeit des Bauherren ab.   

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Baudenkmal

Das Einkommensteuergesetz enthält für die steuerliche Förderung von Maßnahmen des Denkmalschutzes sowie der Erhaltung von Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen begünstigende Regelungen, und zwar

- erhöhte Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen nach § 7 h EStG, erhöhte Absetzungen bei Baudenkmälern nach § 7 i EStG;
- Steuerbegünstigung für die zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmäler und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen nach § 10 f EStG;
- Sonderbehandlung von Erhaltungsaufwand an Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen nach § 11 a EStG und

- Sonderbehandlung von Erhaltungsaufwand an Baudenkmälern nach § 11 b EStG.                                                                                           

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Baueigenleistung

Eigenleistung ist tätige Mithilfe am Bau, auch Selbsthilfe genannt. Nach § 36 Abs. 2 II. WoBauG gehören zur Selbsthilfe die Arbeitsleistungen, die zur Durchführung eines Bauvorhabens erbracht werden

- vom Bauherrn selbst
- von seinen Angehörigen
- von anderen unentgeltlich und auf Gegenseitigkeit.

Durch Selbsthilfe spart der Bauherr nicht nur Ausgaben; sie erhöht auch den Wert des Objekts und damit seine Beleihungsfähigkeit.
(siehe auch Muskelhypothek)   

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Bauerwartungsland

Im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesenes Gelände, dessen Nutzung aber noch nicht durch einen Bebauungsplan verbindlich festgesetzt ist, mithin auch noch nicht bebaut werden kann.  

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Baufinanzierung

Die Baufinanzierung ist eines der größten und wichtigsten Probleme beim Hausbau oder Hauskauf. Die Art und Weise der gewählten Finanzierung entscheidet maßgeblich, wieviel am Ende der Bauherr für sein Haus aufwenden muß und wie hoch seine monatliche Belastung für Zins- und Tilgungsaufwendungen ist und was ihm und seiner Familie nach Abzug dieser Belastungen und der Bewirtschaftungskosten für das Haus zum Leben verbleibt. Eine Kardinalfrage bildet dabei die Höhe des Eigenmittel. Je höher diese sind um so weniger teure Fremdmittel muß der Bauherr aufnehmen; er spart Kosten und hat eine geringere monatliche Belastung zu tragen. Es gibt Erfahrungen, die dafür sprechen, daß die Eigenmittel mindestens 20 % der Gesamtkosten betragen sollen. Aus diesen Gründen erscheint eine umfassende und solide Finanzierungsberatung und das Einholen von mehreren Vergleichsangeboten dringend geboten.

Die Bestandteile der Baufinanzierung lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten systematisieren. Wesentliche Bausteine der Hausfinanzierung sind das erststellige Hypothekendarlehen als Tilgungs- oder Festhypothek, das Bauspardarlehen, eine weitere nachrangige Bankfinanzierung. Hieraus ergeben sich die unterschiedlichsten Kombinationen.
(Gesamtbaufinanzierung)   

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Baufortschritt

Realkredite werden häufig nach Baufortschritt ausgezahlt. Letzterer muß jeweils amtlich bestätigt werden, sofern amtliche Bestätigungen in den einzelnen Bundesländern noch notwendig sind. Ansonsten zählt die Bestätigung des Bauherrn, Bauträgers, Architekten oder die Vor-Ort-Überprüfung durch das betreffende Kreditinstitut. In der Regel wird das Darlehen wie folgt ausgezahlt:

- 40 % nach Rohbauabnahme
- 30 % nach Innenausbau
- 30 % nach Gebrauchsabnahme.   

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Baufreigabe

Amtliches Einverständnis der Baubehörde gegenüber dem Bauherrn, gemäß seines Antrages mit dem Bau zu beginnen.   

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Baugenehmigung

Erklärung der Baugenehmigungsbehörde, daß einem Bauvorhaben nach öffentlichem Recht keine Hindernisse entgegenstehen. Mit dem Bauen darf erst nach dem Vorliegen einer ordnungsgemäßen Baugenehmigung und der Baufreigabe begonnen werden. Vorheriger Baubeginn ist strafbar. Die Baugenehmigung wird mit dem Bauantrag eingeholt. Nach dessen Prüfung wird, sofern keine rechtlichen Bedenken entgegenstehen, die Baugenehmigung durch Aushändigung eines Bauscheines erteilt. Sie kann mit bestimmten Auflagen verbunden werden.

Die genehmigten Pläne (Fotokopien oder Lichtpausen) sollen während der gesamten Bauzeit auf der Baustelle als Orientierungsunterlagen für die Bauaufsicht verfügbar sein. Verzögert sich die Bewilligung eines ordnungsgemäß eingereichten Bauantrages, so kann auf schriftlichen Antrag hin eine Teilbaugenehmigung, z. B. für Erdarbeiten, Fundamente, Kellergeschoß, erteilt werden, sofern gegen das Projekt keine grundsätzlichen Bedenken bestehen. Mit der Teilbaugenehmigung kann kostbare Zeit gewonnen werden.   

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Baugesetzbuch

Das am 1. 7. 1987 in Kraft getretene Baugesetzbuch (BauGB) ist eine Zusammenfassung von überarbeiteten und den heutigen Verhältnissen angepaßten Vorschriften des früheren Bundesbaugesetzes (BBauG) und des Städtebauförderungsgesetzes. Die Rechtsprechung zu diesen beiden Vorgängergesetzen und Umweltgesichtspunkten sind in das BauGB eingearbeitet worden. Entsprechend den Überleitungsvorschriften der §§ 233-245 BauGB sind ein Teil der früheren Bestimmungen des BBauG und des Städtebauförderungsgesetzes weiterhin anzuwenden.   

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Baugrenze

Die im Bebauungsplan festgesetzte Grenze, welche mit Gebäuden und Gebäudeteilen nicht überschritten werden darf.   

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Bauherr

Bauherr ist, wer auf eigene Rechnung und Gefahr ein Gebäude baut oder bauen läßt und das Baugeschehen beherrscht.   

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Bauherren-Haftpflichtversicherung

Eine besondere Bauherren-Haftpflichtversicherung ist bei größeren Objekten zu empfehlen, da die Privathaftpflichtversicherung prämienfrei nur Bauarbeiten bis zu 20.000 DM Bausumme deckt. Wird dieser Betrag überschritten, entfällt die Mitversicherung. Die Leistungen der Bauherren-Haftpflichtversicherung umfassen nicht nur die Bezahlung berechtigter, sondern auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche, was bei strittigen Fällen sehr wichtig sein kann. Diese Versicherung empfiehlt sich besonders dann, wenn ganz oder teilweise in Eigenregie gebaut wird.   

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Bauherren-Modell

Bauherrenmodelle haben zum Ziel, den Käufern von Wohnobjekten die Bauherrenvorteile zu verschaffen. Von Bauträgergesellschaften werden Bauinteressenten schlüsselfertige Wohnobjekte angeboten, die dem Käufer alle steuerlichen Vorteile sichern, wie sie eigentlich nur dem echten Bauherren zustehen. Der Kniff besteht darin, dem Bauinteressenten formal die Bauherreneigenschaft zu verschaffen, um möglichst viele Werbungskosten schon in der Bauphase einkommensteuerlich geltend machen zu können.   

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Baukindergeld

Entsprechend dem Eigenheimzulagengesetz wird für jedes zum Haushalt gehörende und steuerlich zu berücksichtigende Kind eine Zulage zum Grundförderbetrag in Höhe von 1.500 DM pro Jahr gewährt, unabhängig davon, ob der Fördergrundbetrag für einen Neu- oder Altbau gewährt wird.

Bis einschließlich 1995 galt die Regelung, daß für Steuerpflichtige, die die Grundförderung nach 10 e EStG in Anspruch genommen haben, sich gem. § 34 f EStG die Einkommensteuer für jedes Kind um 1000 DM jährlich ermäßigt hat. Voraussetzung dafür war, daß

- es sich bei den Kindern um Kinder im Sinne des § 32 Abs. 1-5 EStG handelt
- und die Herstellung oder Anschaffung der eigengenutzten Wohnung nach dem 31. 12.1990 erfolgt ist.   

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Baukosten

Zu den Baukosten gehören

- die Kosten sämtlicher Bauleistungen für die Errichtung des Gebäudes
- die Kosten der Außenanlagen
- die Baunebenkosten
- die Kosten für besondere Betriebseinrichtungen (z. B. für Aufzüge, Müllbeseitigungsanlagen, Hausfernsprecher ...)
- die Kosten des Gerätes und sonstiger Wirtschaftsausstattungen (z. B. für Asche- und Müllkästen, abnehmbare Fenster- und Türbehänge, Feuerlöschgerät.          

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Baulast

Die Bauordnungen der meisten Bundesländer kennen sog. Baulasten. Das sind vom Grundstückseigentümer freiwillig übernommene öffentlich-rechtliche Verpflichtungen zu einem auf das Grundstück bezogene Tun, Dulden oder Unterlassen, die sich nicht schon aus öffentlich-rechtlichen Vorschriften ergeben. Dazu gehören: die Sicherung von Zuwegungen und Leitungsrechten; die Absicherung planungsrechtlicher Voraussetzungen bei privilegierter Nutzung im Außenbereich; die Festschreibung einer bestimmten Bauweise (z.B. Doppelhäuser bei im übrigen offener Bauweise); die Begrenzung der Nutzungen bei Baugenehmigungen im Gewerbegebiet; der Verzicht zugunsten des Nachbarn, eine bestimmte Grundstücksfläche zu überbauen, um diese Fläche dem Nachbargrundstück für dessen überbaubare Fläche zurechnen zu können; die Bereitstellung von Parkplätzen.

Die als Baulast entstandene Verpflichtung wirkt kraft Gesetz gegenüber jedem Rechtsnachfolger des Grundstückeigentümers. Einen Verzicht kann nur die Bauaufsichtsbehörde aussprechen. Sie ist dazu dann verpflichtet, wenn ein öffentlich-rechtliches Interesse an der Baulast nicht mehr besteht. Die Übernahme der Baulast erfolgt entweder in notariell-beurkundeter (Niedersachsen) oder in öffentlich-beglaubigter Form. Die Baulast wird in ein von der zuständigen Behörde geführtes Verzeichnis eingetragen. Die Eintragung ist für die Entstehung der Last aber nicht erforderlich. Bei der Einsichtnahme in das Baulastverzeichnis ist darauf zu achten, daß dieses keinen öffentlichen Glauben genießt und die Eintragungen weder die Vermutung der Vollständigkeit noch der Richtigkeit haben. Baulasten stehen zu den dinglich gesicherten Rechten im Grundbuch in keinem Rangverhältnis.

Der Bundesgerichtshof hat wiederholt entschieden, daß eine Baulast als öffentlich-rechtliche Baubeschränkung kein Recht begründet, das von einem Dritten geltend gemacht werden kann. Gegenüber dem durch die Baulast Begünstigten entsteht eine Verpflichtung des Eigentümers des belasteten Grundstücks zu einem der Baulast gemäßen Verhalten grundsätzlich erst durch den Abschluß einer privatrechtlichen Vereinbarung.   

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Bauleitplan

Von der Gemeinde aufgestellter Plan, der die bauliche und sonstige Nutzung der Grundstücke in der Gemeinde vorbereitet und leitet. Bauleitpläne sind der Flächennutzungsplan (vorbereitender Plan) und der Bebauungsplan (verbindlicher Bauleitplan).   

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Baumängel

Durch fehlerhafte Entwürfe, Ausführung oder nicht einwandfreies Material verursachte Mängel am Bauvorhaben. Bei der Abnahme durch den Bauherrn sollte bei erkennbaren Mängeln ein schriftlicher Vorbehalt niedergelegt werden, damit eventuell sich später daraus ergebende Schäden und die dadurch bedingten Beseitigungskosten gegenüber dem Verursacher geltend gemacht werden können.   

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Baunebenkosten

Zu den Baunebenkosten gehören

- Kosten der Architekten- und Ingenieurleistungen
- Baubetreuungsgebühren
- Gebühren für Behördenleistungen (Baugenehmigung, Bauaufsicht, Schornsteinabnahme)
- Steuern für das Grundstück und Zinsen für das Eigenkapital von Baubeginn bis zur Fertigstellung
- Kosten für Versicherungen während der Bauzeit
- sonstige Verwaltungs- und Nebenkosten des Bauherrn
- Geldbeschaffungskosten.

Geldbeschaffungskosten gehören nicht zu den Herstellungskosten. Sie können beim Bau selbstgenutzten Wohneigentums als "Aufwendungen vor Bezug" steuerlich abzugsfähig sein.   

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Bauordnung

Anforderungen an den Bau und seine Teile, die in den einzelnen Bundesländern bestehen und das Baugenehmigungsverfahren regeln.   

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Bauspardarlehen

Für die Auszahlung des Bauspardarlehens muß der Bausparer eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, die in den Allgemeinen Bausparbedingungen der Bausparkassen fixiert sind. Der Darlehensnehmer muß kreditwürdig sein. Das Bauspardarlehen bedarf der dinglichen Sicherung; die Gesamtfinanzierung des Bauvorhabens oder der Anschaffung muß gesichert, der Abschluß einer Feuerversicherung muß nachgewiesen werden, die Fertigstellung des Gebäudes muß gewährleistet sein.
Das Bausparkassengesetz stellt es in das Ermessen der Bausparkassen, bei gewissen Teilerfüllungen dieser Voraussetzungen Teilauszahlungen des Bauspardarlehens vorzunehmen. So zahlen z. B. alle Bausparkassen bei Neubauten schon Teile des Bauspardarlehens vor der gebrauchsfertigen Herstellung des Gebäudes je nach Baufortschritt aus. Bei Maßnahmen zur Modernisierung oder Energieeinsparung sowie bei Grundstückskäufen oder Umschuldungen wird die Bausparsumme i.d.R. in einem Betrag ausgezahlt.

Hat der Bausparer die von der Bausparkasse verlangten Unterlagen und Sicherheiten beigebracht, ohne daß das Bauspardarlehen innerhalb von zwei Jahren nach Annahme der Zuteilung abgerufen und ausgezahlt wird, so erlischt der Darlehensanspruch nach einer Frist von zwei Monaten, die dem Bausparer seitens der Bausparkasse unter Hinweis auf diese Rechtsfolge gesetzt werden kann. Nach Erfüllung aller Voraussetzungen erstellt die Bausparkasse über die Gewährung des Bauspardarlehens eine Schuldurkunde. Mit seiner Unterschrift unter dieser Urkunde erkennt der Bausparer die Bedingungen für die Auszahlung des Bauspardarlehens an.

Die Bausparkassen erheben eine Darlehensgebühr von 2 % oder 3 % des Darlehensbetrages. Diese Gebühr wird dem Darlehens zugeschlagen. Der Bausparer muß so später ein Darlehen von 102 % bzw. 103 % tilgen. Mit Beginn des Monats, der dem Tag der Vollauszahlung des Bauspardarlehens folgt, in einigen Fällen 10 bzw. 12 Monate nach Beginn der ersten Darlehensauszahlung, hat der Bausparer monatliche Beiträge zu leisten, die sich aus dem Tilgungsbetrag und den Darlehenszinsen zusammensetzen. Die Höhe dieser Annuität richtet sich dabei nach dem gewählten Tarif und beträgt in der Regel 5-6 % der Bausparsumme.   

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Bausparförderung

siehe Arbeitnehmersparzulage, Sonderausgaben, Wohnungsbauprämie   

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Bausparguthaben

Das Bausparguthaben wird vom Bausparer größtenteils durch Ansparen selbst erwirtschaftet. Zur Sparleistung kommen die Zinsen, die in der Regel niedriger als bei üblichen Anlageformen sind. Darüber hinaus sind, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, staatliche Zuschüsse möglich.   

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Bausparsumme

Der Bausparer wählt sich als wichtigste Bestimmungsgröße des Bausparvertrages neben der Tarifart die gewünschte Bausparsumme als ein Vielfaches von 1000 DM. Die Bausparsumme setzt sich aus dem Sparguthaben und dem Bauspardarlehen zusammen und steht dem Bausparer nach Zuteilung des Bausparvertrages nach Maßgabe der Allgemeinen Bausparbedingungen (ABB) zur Verfügung.
Nach der Bausparsumme errechnen sich u. a. die Abschlußgebühr, der Regelsparbeitrag, das Mindestsparguthaben, die Bewertungszahl und - falls nicht in Abhängigkeit vom Anfangsdarlehn - der Tilgungsbeitrag. Die Höhe der Bausparsumme richtet sich in der Regel nach dem Umfang des geplanten Vorhabens des Bausparers. Es empfiehlt sich, in die Höhe der Bausparsumme die zu erwartenden Bau- und Bodenkostensteigerung mit einzubeziehen. Die Bausparsumme muß je nach Tarifvariante der jeweiligen Bausparkasse mindestens 2000 bis 6000 DM betragen und besitzt nach oben keine Beschränkung.

Jedoch dürfen Großbausparverträge - Verträge mit einer Bausparsumme über 300.000 DM - einer besonderen Genehmigung durch die Bausparkasse. Für diese gelten nach dem Bausparkassengesetz und der Bausparkassenverordnung hinsichtlich des Zugangs als auch des Bestandes Kontingentierungen. Zu den Großbausparverträgen gehören auch alle die Verträge, die von einem Bausparer innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen werden und 300.000 DM in der Addition der einzelnen Bausparsummen überschreiten.   

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Bauvoranfrage

Baugenehmigungsverfahren sind wegen der daran beteiligten Vielzahl von Ämtern und Behörden häufig langwierig. Das Verfahren kann durch eine schriftliche Voranfrage bei der Bauaufsichtsbehörde abgekürzt werden. In dieser Anfrage können durch einen Bauvorbescheid einzelne Fragen geklärt werden, über die erst im Genehmigungsverfahren zu entscheiden wäre. Der Anfrage müssen in der Regel die Baubeschreibung, eine Kopie der amtlichen Flurkarte und Bauentwurfsskizzen beigefügt werden. Der Bescheid gilt für ein Jahr, wird mit einer Gebühr belegt und bindet die bewilligende Behörde in ihren späteren Entscheidungen zum Bauantrag.   

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Bauwich

Ist der im Bebauungsplan vorgeschriebene Abstand, den Bauwerke bei offener Bauweise von den Grenzen der Nachbargrundstücke einhalten müssen. Die Grenzabstände sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. Die Baubehörde kann Ausnahmen zulassen.   

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Bauzeichnung

Die Landesbauordnungen enthalten Vorschriften, wie im einzelnen die Bauzeichnungen zu erstellen sind. Die Bauzeichnungen enthalten insbesondere eine Darstellung der Gründung der baulichen Anlage; die Grundrisse aller Geschosse und des nutzbaren Dachraumes; Schnittzeichnungen, aus denen sich auch die Höhenlage des Erdgeschoßfußbodens, die Geschoßhöhen, die lichten Raumhöhen, sowie der Verlauf der Treppen usw. ergibt. Darüber hinaus beinhalten sie Ansichten der geplanten Anlagen mit Anschluß an Nachbargelände usw. In den Bauzeichnungen sind desweiteren der Maßstab, Maße, wesentliche Baustoffe und Bauarten, das Brandverhalten der Baustoffe und die Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile, die Rohbaumaße der Fensteröffnungen, die Lage des Raumes für die Versorgungsleitungen anzugeben.   

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Bebauungsplan 

Der Bebauungsplan ist aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln. Mit dem Bebauungsplan - i.d.R. jeweils nur für bestimmte Teile des Gemeindegebietes aufgestellt - wird die städtebauliche Ordnung rechtsverbindlich festgesetzt. Er beinhaltet u. a.: Art und Maß der baulichen Nutzung; die Bauweise, die überbaubaren und nicht überbaubaren Grundstücksflächen; die Mindestgröße der Baugrundstücke; die Flächen für Nebenanlagen, die aufgrund anderer Vorschriften für die Nutzung von Grundstücken erforderlich sind, wie Spiel-, Freizeit- und Erholungsflächen sowie die Flächen für Stellplätze und Garagen; die Flächen für den Gemeindebedarf; die überwiegend für die Bebauung mit Famlienheimen vorgesehenen Flächen; die Flächen, die nicht bebaut werden dürfen; die Verkehrs- und Versorgungsflächen; die Flächen für die Verwertung oder Beseitigung von Abwasser und Abfallstoffen; die Grünflächen wie Parkanlagen, Dauerkleingärten, Sport-, Spielplätze, Friedhöfe; die Flächen für Land und Forstwirtschaft; die Flächen für Gemeinschaftsanlagen für bestimmte räumliche Bereiche wie Kinderspielplätze, Freizeiteinrichtungen, Stellplätze und Garagen. die von der Bebauung freizuhaltenden Schutzflächen und ihre Nutzung.

Dem Bebauungsplan ist eine Begründung beizufügen, in der die Ziele und Zwecksetzungen des Bebauungsplanes dargelegt werden. Nach § 12 BauGB ist der Bebauungsplan zu jedermanns Einsicht bereit zu halten; über den Inhalt ist auf Verlangen Auskunft zu geben.   

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Beleihungsgrenze

Der Wert, bis zu dem das Grundstück mit Grundpfandrechten belastet werden darf. Die Beleihungsgrenze darf 3/5 des Beleihungswertes nicht übersteigen.   

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Beleihungswert

Die Kreditinstitute arbeiten je nach ihrer Aufgabenstellung mit unterschiedlichen Richtlinien und Vorschriften für die Beleihung von Grundstücken. Ihr Wesen ist jedoch im Kreditwesen überall gleich. Der Beleihungswert ist der Wert, der dem Grundstück unter Berücksichtigung aller für die Bewertung maßgebenden Umstände von der Bank beigemessen wird. Gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 4 Kreditwesengesetz in Verbindung mit dem § 11 Abs. 2 und 12 Hypothekenbankgesetz darf der Beleihungswert in keinem Fall den durch sorgfältige Ermittlung festgestellten Verkaufswert (Verkehrswert) übersteigen.   

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Bereitstellungszinsen

Der Darlehensgeber muß die dem Kunden versprochenen Finanzierungsmittel vom Tage der Darlehenszusage ab bereit halten. Da es ungewiß ist, wann die Voraussetzungen für die Auszahlung gegeben sind, können die Mittel nur kurzfristig bei Kreditinstituten angelegt werden und bringen daher nur einen geringen Ertrag. Die Differenz zwischen diesem Ertrag und dem Kapitalmarktzins, der bei sofortiger Auszahlung zu erzielen gewesen wäre, wird in Form der Bereitstellungszinsen erhoben und dadurch teilweise ausgeglichen. Bereitstellungszinsen werden bei manchen Instituten ab Darlehenszusage erhoben, bei anderen erst bei der ersten Auszahlung, bei wieder anderen nach einer gewissen Zeit nach der Auszahlung. Für den Kreditnehmer ergibt sich hier ein Verhandlungsspielraum. Bereitstellungszinsen fließen nicht in den Effektivzins ein. Der Kreditnehmer sollte daher beim Einholen von Angeboten auf den Zeitpunkt achten, von dem an Bereitstellungszinsen erhoben werden.   

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Berlinförderung

Durch das "Gesetz zur Neuregelung der steuerrechtlichen Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums" vom 15.5.1986 wurde auch das Berlinfördergesetz (BerlinFG) geändert. Von besonderer Bedeutung ist die Einführung des § 15 b BerlinFG (= Steuerbegünstigung der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung im eigenen Haus). Er ist - wie § 10 e EStG - bei nach dem 31.12.1986 fertiggestellten oder angeschafften Wohnungen oder nach dem 31.12.1986 fertiggestellten Ausbauten/Erweiterungen anzuwenden und gilt ausschließlich für im ehemaligen Berlin (West) gelegene, selbstbewohnte eigene Wohnungen. Nach § 31 Abs. 10 a BerlinFG (in der Fassung des Steueränderungsgesetzes 1991 vom 24.6.1991) ist § 15 b BerlinFG nur bei Objekten anzuwenden, mit deren Herstellung der Eigentümer vor dem 1.7.1991 begonnen hat oder die er aufgrund eines vor diesem Zeitpunkt rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrages angeschafft hat. Bei Baumaßnahmen, für die ein Bauantrag erforderlich ist, gilt der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wurde, als Beginn der Herstellung.

§ 15 b BerlinFG enthält die für die Förderung von eigengenutztem Wohneigentum im ehemaligen Berlin (West) geltenden Sondervorschriften zur Anwendung des auch des auch für Berlin-Objekte grundsätzlich maßgebenden § 10 e EStG und gewährt gegenüber der Regelung im Bundesgebiet einen beachtlichen Präferenzvorsprung.
(Qu.: Vergünstigungen für Bausparer, Haus- und Wohnungseigentümer, Bonn 1992)   

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Bewertungszahl 

Für die Zuteilung des Bausparvertrages kommt es darauf an, wie lange der Bausparer welche Sparbeiträge der Bausparkasse zu Verfügung gestellt hat. Das "Maß" hierfür ist die sogenannte Bewertungszahl. Das Bauspardarlehen erhält, wer neben dem Mindestsparguthaben und der Mindestsparzeit eine bestimmte Mindestbewertungszahl, die "Zielbewertungszahl" erreicht hat. Die Zielbewertungszahl wird für jede Zuteilungsperiode (Halbjahr oder Quartal) neu festgelegt. Nachlassender Spareifer und weniger Neuverträge können dazu führen, daß die Zielbewertungszahl erhöht wird. Dies ist den Bausparkassen erlaubt. Kommt dagegen Schwung ins Geschäft, so bleibt die Zielbewertungszahl gleich oder wird sogar gesenkt. Die Bewertungszahl wird je nach Bausparkasse und Tarif nach unterschiedlichen Methoden berechnet. Viele Bausparkassen wählen als maßgebliche Größe die Summe der im Guthaben enthaltenen Zinsen oder die Summe der Guthabensalden an bestimmten Stichtagen.   

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Bewirtschaftungskosten

Bewirtschaftungskosten sind die Kosten, die zur Bewirtschaftung des Gebäudes laufend erforderlich sind. Dazu gehören


1. Abschreibung
2. Verwaltungskosten
3. Betriebskosten
4. Instandhaltungskosten
5. Mietausfallwagnis

Der Ansatz der Bewirtschaftungskosten hat den Grundsätzen einer ordentlichen Bewirtschaftung zu entsprechen. Bewirtschaftungskosten dürfen nur angesetzt werden, wenn sie ihrer Höhe nach feststehen oder wenn mit ihrem Entstehen sicher gerechnet werden kann und soweit sie bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind. Erfahrungswerte vergleichbarer Bauten sind heranzuziehen.   

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Bonität

Im allgemeinen Geschäftsverkehr beinhaltet dieser Begriff eine Aussage über die Güte der Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit eines Kunden; in der Banksprache im besonderen über die Kreditwürdigkeit eines Schuldners.   

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Bruchteilsgemeinschaft

siehe hierzu -->Grundstücksgemeinschaft   

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Bürgschaft

Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften dürfen Bürgschaften im Zusammenhang mit der Hergabe von Realkrediten nur akzeptiert werden, wenn diese vom Bund, Ländern, Gemeinden oder öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten gegeben werden.   

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